Manchmal berühre ich im Geiste eine andere Welt, die doch meine ist.
Meine Gedanken dringen vor in Gebiete, durch die ein kühler Hauch der
Leere weht, aber doch scheinen sie bewohnt zu sein. Das fühlt sich an,
als ob ich plötzlich in einem Zimmer stehe, das nie meines gewesen ist,
und doch weiß ich instinktiv, dass ich selbst und niemand anderes es
eingerichtet habe und es auch bewohne. Jeden Moment könnte dann ein anderes
Ich hereinkommen, ein andere Version meiner selbst, die irgendwo parallel existiert.
Ich glaube, dass diese Gedankenfelder die Schnittpunkte meiner diesseitigen mit
einer beliebigen andersseitigen Existenz meiner Person sind. Wenn ich unter
völlig anderen Bedingungen geboren wäre und leben würde,
so muss es doch letztlich Gedanken geben, die ich dort wie hier zu denken vermag.
Diese Gedanken sind die Schnittpunkte, an denen sich die singulären
Linearitäten meiner parallelen Existenzen berühren. Die Momente, in
denen ich sie denke, bringen mich kurz in völlig andere Welten, die nicht
meine sind und trotzdem mir gehören. Denn ich bin ich unter jeder Voraussetzung.
Und vielleicht gelingt es mir ja eines kühnen Momentes, im Zimmer zu bleiben
und mir selbst zu begegnen.